Koto Ryu Koppojutsu     虎倒流骨法術

Die Lehren der „den Tiger niederstreckenden Schule“ wurden von einem Mönch namens Chan Busho (Cho Buren) aus China zu einem bislang unbekannten Zeitpunkt nach Japan gebracht. Offiziell wurde die Schule 1542 von Sakagami Taro Kunishige begründet. Sein Nachfolger sollte Bando Kotaro Minamoto Masahide werden, der allerdings im Krieg verstarb, bevor er den Soke-Titel übernehmen konnte. So wurde Sougyoku Kan Ritsushi, der auch gleichzeitig Soke der Gyokko Ryu war, neuer Soke. Seit diesem Zeitpunkt wurden die beiden Schulen parallel unterrichtet.

Da die Techniken der Koto Ryu sehr hart sind, ist ein besonderes Training von nötig, um den Körper abzuhärten. So wurden zu Takamatsus Zeiten Schläge und Tritte gegen Steine, Bäume und in Kies ausgeführt, um die Finger- und Fußnägel zu stärken. Dies führte z.B. soweit, dass Takamatsu seine Nägel nicht mehr mit einer normalen Nagelschere schneiden konnte. Im Gegenzug beeindruckte er einen Journalisten dadurch, dass er mit Schako-Ken (man denke an eine Tigerpranke) fünf Löcher in die Rinde eines Baumes schlug.


Die Techniken der Koto Ryu enthalten häufig Tritte und Schläge und sind dementsprechend grob. Auch wenn vereinzelt Hebel und Würfe zum Einsatz kommen, werden diese durch Schläge und Tritte unterstützt. Es wird meistens der Fokus auf die Zerstörung der Skelettstrukturen des Gegners oder der Bruch der Balance über das Skelett gelegt. Im weiteren Sinne wird der Gegner über seine Struktur, die Mechnik seiner Knochen und Gelenke kontrolliert.

Die geistige Einstellung lässt sich durch ein Erniedrigen oder ein Schlechtmachen des Gegners beschreiben. Man sucht das Schlechte im Gegner und bringt dies zu Tage.

Ein Prinzip der Koto Ryu ist, dem Angreifer zwischen die Augenbrauen zu gucken, anstatt in die Augen. Dies hat zur Folge, dass durch den fehlenden Fokus auf die Augen des Gegners man das Umfeld leichter im Blick haben kann. Hieraus ergibt sich der Lehrsatz „Die Augen sind überall.“