Gikan Ryu Koppojutsu    義鑑流骨法術

Gikan Ryu bedeutet übersetzt „Schule der Wahrheit, Treue und Gerechtigkeit“. Sie wurde 1558 von Uryu Hangan Gikanbo, dem Fürsten der Burg Kawachi, begründet. Es wurde gesagt, dass Uryu einen so starken Schlag besaß, dass er einmal eine Schwertklinge mit der bloßen Faust zerschlug.

Typische Wurftechnik aus der Gikan-Ryu, ohne den Gegner mit den Händen zu greifen. Traditionelle Kampfkunst in Marl, Kampfsport, Schwertkampf, Kenjutsu, Stockkampf, Bojutsu, Selbstverteidigung, Judo, Aikido, Karate, Kunai

Nachdem der 10. Soke der Gikan Ryu, Uryu Gikan, in einer Schlacht am Arm verwundet worden war und somit mit nur noch einem Arm weitergekämpft hatte, zog er sich in einen nahe gelegenen Tempel zurück, wo er auf den Soke der Kukishin Ryu, Ishitani Takeoi Masatsugu, traf. Dieser erfuhr von Uryu, dass die Schlacht bereits beendet war, woraufhin Ishitani ihm bei der Versorgung der Wunden half. Anschließend flüchteten die beiden nach Iga, wo Uryu Ishitani die Gikan Ryu lehrte. So wurden mit Ishitani die Kukishin Ryu und die Gikan Ryu unter einem Soke vereint.

In der Ryu gibt es keine bestimmten Kata („Formen“). Dadurch kommt es beim Training auf die Fähigkeiten des Einzelnen an, die Schläge, Tritte, Würfe usw. umzusetzen. Die Kamae sollen ungewöhnlich und sehr tief angelegt sein und ein besonders gut ausgeprägtes Gleichgewicht erfordern.

Der Soke-Titel wurde von Takamatsu zunächst an Akimoto Fumio weitergegeben. Als dieser aber 1962, ohne einen Nachfolger zu hinterlassen, verstarb, viel der Titel an den noch lebenden Takamatsu zurück, der diesen dann Hatsumi Masaaki übertrug.