Tai-Chi und Qi-Gong

Ying-Yang. Traditionelle Kampfkunst in Marl, Kampfsport, Tai-Chi, Qi-Gong

Das Tai Chi Chuan (auch Tai Ji Quan, hier kurz Tai Chi) ist die Bezeichnung für eine Reihe von traditionellen chinesischen Körperübungen, die sich durch sanfte, fließende Bewegungen, harmonische Atmung und geistige Konzentration auszeichnen.

Die Bewegungen sind rund und langsam, sozusagen eine „Meditation in Bewegung". Doch man darf nicht vergessen, dass diese Art der Übung aus den Kampfkünsten stammt, um deren Entstehungsgeschichte sich viele unterschiedliche Ansichten finden. Viele verschiedene Stile haben sich in China entwickelt, unter anderem der Yang-Stil, der sich durch gleichmäßige und harmonische Bewegungen auszeichnet im Gegensatz zum Wu-Stil, der durch gestreckte, kraftvolle Bewegungen gekennzeichnet ist.

Tai-Chi als Partner-Form. Traditionelle Kampfkunst in Marl, Kampfsport, Tai-Chi, Qi-Gong
Tai-Chi in Partner-Übung

Im Westen weit verbreitet ist die so genannte „Peking-Form" (oder auch 24 Bilder-Form), welche 1956 vom chinesischen nationalen Sportkomitee aus der Yang-Schule entwickelt wurde. Diese Form ist durch seine vereinfachten Haltungen und logisch aufbauende Entwicklung des Schwierigkeitsgrades auch Ungeübten, Kindern, älteren Menschen und gebrechlicheren Menschen zugänglich geworden.

Weiterhin nimmt die Bedeutung der Krankheitsvorbeugung und Behandlung sowie die gesundheitsfördernde Funktion des Tai Chi stetig zu. Tai Chi Übungen haben einige positive Einflüsse auf den menschlichen Organismus:

  • Beruhigung und Ausgleich des Nervensystems. Es wirkt dem Stress entgegen, fördert die Koordination des Körpers und verbessert die Stimmungslage.

  • Verbesserung des Atmungssystems

  • Stärkung und Normalisierung des Kreislaufsystems

  • Normalisierung des Verdauungssystems

  • Positive Beeinflussung des Stoffwechselsystems

  • Normalisierung der Körperhaltung, sowie Stärkung von Muskel-, Bandsystem und Knochen. Weiterhin werden durch die sanften und runden Bewegungen die Gelenke stabil, geschmeidig und elastisch gehalten.

Eng verbunden mit den Übungen des Tai Ji Quan ist die Ausübung des Qi-Gong („Kultivierung der inneren Energie"). Diese Übungen sind schon sehr alt und stehen heute für eine große Vielfalt von Bewegungs- und Meditationsübungen. In damaliger Zeit wurden diese Übungen Dao-Yin („Führen und Lenken") genannt und gehören im Gegensatz zum Tai Chi zu den so genannten „Inneren Übungen". Grundlage des Qi-Gong ist die Kultivierung der „Lebensenergie", welche die Chinesen Qi nennen. Wenn Qi ungehindert im Körper fließt, so ist der Mensch gesund. Stockt der Qi-Fluss, so stellen sich emotionale und körperliche Beschwerden ein. Ziel von Qi-Gong ist es, diesen Fluss der Lebensenergie aufrecht-zuerhalten und die Energie im Körper zu erhöhen.


Dazu gibt es verschiedene Übungsmethoden:

  • Übungen in Ruhe

  • Übungen in Bewegung

  • Übungen in Ruhe und Bewegung

Egal welche Übungsform praktiziert wird, es gelten folgende Schlüsselpunkte:

  • Entspannung, Ruhe und Natürlichkeit.

  • Vorstellungskraft (yi) und Qi folgen einander.

  • Bewegung und Ruhe gehören zusammen.

  • Oben „leer" und unten „fest".

  • Ernsthafte und ausdauernde Übung

In China und auch im Westen wird Qi-Gong als Mittel zur Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen eingesetzt. Das Qi-Gong bildet einen wichtigen Teil in der traditionellen, chinesischen Medizin (TCM), denn es ist eine Übung für den gesamten Organismus, welcher konstitutionell gestärkt wird und so viele Beschwerden und Krankheitsbilder günstig beeinflusst werden können. Verschiedene Qi-Gong Übungen werden meist vor dem Ausführen der Tai Chi Übungen praktiziert, um den Körper und Geist für die Übungen vorzubereiten.

Infos zum Training gibt es bei Markus Schnibbe (Tel.: 0174 - 84 907 85) und Michael Verse (Tel.: 0178 - 17 075 31).

Anfänger (Dojo) Di    18:30 - 19:30
Fortgeschrittene (Dojo) Di    19:30 - 20:00
Waffenformen (Dojo) Di    20:00 - 20:45